Hamburger Grundschulschachtag 2026

Hamburgs schachspielende Grundschulen gehören zu den besten des ganzen Landes, das haben Titel und Platzierungen auf den letzten Deutschen Meisterschaften gezeigt.

Natürlich war auch der Grundschulschachtag 2026 heiß umkämpft und die Siegertreppchen der beiden Gruppen (Gruppe 2: Klasse 0-2) und (Gruppe 1: Klasse 0-4) mit fünf verschiedenen Schulen belegt. Nur die Schule Fahrenkrön war in beiden Turnieren unter den Top 3.

In der Gruppe 1 gewann die Schule Windmühlenweg sehr souverän mit 42,5 Punkten vor der Schule Fahrenkrön (37,0) und der Goldbek-Schule mit 34,5 (dabei musste für diese Bronze-Platzierung sogar die Buchholzzahl vor der viertplatzierten Schule Genslerstraße herhalten, die ebenfalls auf 34,5 Zähler kam). Den fünften Pokal sicherte sich die Carl-Götze-Schule mit 32,0 Punkten.

Die Gruppe 2 war bis zur letzten Partie wahnsinnig spannend. Hier holte sich die Schule Fahrenkrön den Titel (21,5) mit einem halben Brettpunkt vor der Carl-Götze-Schule und einem weiteren Brettpunkt vor der Schule Genslerstraße. Vierter wurde die Adolph-Schönfelder-Schule, die eine der ersten schachspielenden Hamburger Grundschulen vor gut 40 Jahren war. Auf Platz fünf kam erstmalig das junge Team der Grundschule Lemsahl-Mellingstedt.

Um den Einzeltitel in Gruppe 1 gab es in der letzten Runde ein kleines Drama. Vorjahressieger Lionel von Flottwell (Ganztagsschule Fährstraße) war mit 6/6 Punkten kurz davor, seinen Sieg zu wiederholen, verlor aber in der letzten Runde seine erste Partie bei einem Grundschulschachtag seit drei Jahren und wurde damit in seinem letzten Jahr als Grundschüler starker Vierter.

Sieger des Hamburger Grundschulschachtags wurde Till Peschke (Schule an der Isebek) mit 6,5 Punkte mit einem halben Buchholzpunkt vor Xaver Menke (Schule Windmühlenweg) und Felix Wilms (Schule Fahrenkrön).

Bestes Mädchen wurde Adrina Biglari (Schule Genslerstraße) mit tollen 6 Punkten vor Maja Bill (Eulenkrugstraße) und Anna Mai (Carl-Götze-Schule).

In Gruppe 2 siegte mit einziger weißer Weste des Turniers (7/7) Konstantin Busch von der Schule Genslerstraße vor Parsa Tavakoli (Grundschule Eppendorf) und Simon Mai (Carl-Götze-Schule), ebenfalls beide mit 6 Punkten, wobei Parsa eine überragende Buchholzzahl (37 Punkte) aufwies und deutlich die stärksten Gegner zugelost bekommen hatte. Den Sieg bei den Mädchen in Gruppe 2 errang Ruoyao Zhou (Schule Fahrenkrön) mit 6 Punkten. Sie landete vor Polly Dobberstein (Ganztagsschule Fährstraße) und Artemis Kheradmandia (Adolph-Schönfelder-Schule), die beide auf 5 Zähler kamen.

Das Turnier lief reibungslos im tollen Zusammenspiel des Fachausschusses Schach der BSFB mit dem HSJB und vielen Helferinnen und Helfern. Austragungsort war einmal mehr die Grund- und Stadtteilschule Alter Teichweg, die mit ihren Schülerinnen und Schülern auch das Catering übernahm und zum universellen Austragungsort fast aller HSJB-Turniere geworden ist.

Am Ende konnten sich alle 300 Teilnehmenden über Urkunden und kleine Geschenke freuen. Ein großes Dankeschön geht an die Social Business Stiftung, die – wie bei allen Schulschachturnieren in diesem Jahr – die Pokale finanzierte, und an ChessBase, das seit vielen Jahren die Gabentische mit ihren Produkten kräftig unterstützt.

Hier entlang zu den weiteren Ergebnissen.

Björn Lengwenus